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Jugendliche aus Israel besuchen das Oldenburger Münsterland
Zum wiederholten Mal waren in diesem Sommer eine Gruppe von 20 Jugendlichen aus dem galliläischen Ort Dabburriya (Nordisrael) mit ihrem Betreuer im Oldenburger Münsterland zu Gast. Vom 30. Juli bis zum 12. August erlebten die palästinensischen Mädchen und Jungen ein abwechslungsreiches Programm in Gemeinschaft mit den hiesigen Jugendlichen, die sie bereits im letzten Jahr in den Osterferien in Israel besucht hatten.
Nach der Ankunft und der Unterbringung in ihren Gastfamilien wurde die Gruppe zunächst im Rathaus Vechta von Bürgermeister Helmut Gels begrüßt und hatten anschließend Gelegenheit, die Kreisstadt zu erschnuppern.
Bereits am nächsten Tag stand Sportliches auf dem Programm: eine Kanutour auf der Lohne von Lembruch nach Diepholz. Bestes Sommerwetter begleitete die Jugendlichen auf der ca. 10 Kilometer langen idyllischen Strecke mit einem Zwischenstopp an einer Grillstation.
Nach einem Familientag in den Gastfamilien informierten sich die Gruppe im Museumsdorf Cloppenburg über die früheren Lebensverhältnisse des Oldenburger Münsterlandes und ließ den Tag mit im dortigen Backhaus selbstgebackenem Brot und Gegrilltem im Innenhof des Clemens-August-Gymnasiums ausklingen
Die folgenden Tage stellten gewiss das Highlight des Besuches dar: Eine mehrtägige Busfahrt führte die Jugendlichen zunächst nach Hamburg und dann nach Berlin. In der Hansestadt ging es zunächst auf eine Hafenrundfahrt, dann zu Fuß durch den Elbtunnel und am späten Nachmittag in die Innenstadt. Nach der Übernachtung fuhr die Gruppe am frühen Morgen weiter in die geschichtsträchtige Bundeshauptstadt, zunächst in das Mauermuseum an der Bernauer Straße. Be-gleitet durch einen örtlichen Führer gab es anschließend eine Stadtrundfahrt, bevor ein zentrales Quartier in der Nähe des Kurfürstendammes bezogen werden konnte. Endlich Gelegenheit für die Gäste, das zu tun, wonach sich viele von ihnen schon lange gesehnt hatten: Einkäufe für die Daheimgebliebenen in Israel zu erledigen – ein traditionelles Muss!
Am Folgetag wurde dann nach einem Spaziergang durch den Hauptbahnhof der Reichstag besucht. Das heiße Sommerwetter hätte beinahe dazu geführt, dass die berühmte Aussichtskuppel aufgrund der hohen Temperaturen nicht mehr zugänglich gewesen wäre – gerade noch rechtzei-tig gelang es aber, die berühmte Rampe emporzulaufen und den unvergleichlichen Ausblick über Berlin zu genießen. Von dort aus ging es per Pedes zum Potsdamer Platz. Staunend erlebte die Gruppe hier abermals das einzigartige Großstadtflair und stürzte sich ein weiteres Mal in den Trubel.
Nach der Rückkehr in die Familien und einer kurzen Verschnaufpause ging es bereits am nächsten Tag – diesmal per Zug – nach Bremen, wo die Gruppe erneut hanseatische Großstadtluft schnuppern konnte.
Jugendliche lieben Action und Bewegung. Auch dieses Bedürfnis konnte nach einem weiteren Familientag mit einem besonderen Event gestillt werden. Der Kletterwald in Thüle forderte alle heraus, manche sogar über ihre Kräfte hinaus. Aber Spaß gemacht hat es allen, auch denen, die nicht alles Parcours geschafft haben und sich vorsichtshalber ein wenig früher abseilen ließen…
Viel zu schnell war auch dieser Austausch wieder einmal vorbei. Mit einem harmonischen Ab-schlussfest im ev. Gemeindezentrum in Cloppenburg, zu dem auch die gastgebenden Eltern ein-geladen worden waren, endete der Besuch. Viele der angereisten jungen Damen aus Israel hatten dafür nicht nur zuvor stundenlang in der Küche gestanden, um etwas besonders Leckeres zum Fest mitzubringen, sondern sich dazu auch noch besonders fein herausgeputzt.
Dann aber hieß es Abschied nehmen. Nach zwei Wochen in Deutschland kehrte die Gruppe per Flugzeug wieder nach Israel zurück, tränenreich am Flughafen Bremen verabschiedet – und mit dem festen Vorsatz: wir sehen uns wieder – schon bald in Israel!
Der Austausch, der seit über 20 Jahren unter dem Dach der CJZ-OM durch das Engagement eh-renamtlicher Betreuer stattfinden kann, wird unter anderem besonders vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.